Ranking

Die Sieger Gesamtwertung

Laudatio für den 2. Gesamtrang
Anke Gerding,
Managing Partner fineance AG

Anfangen ist leicht, Beharren eine Kunst. Und gerade diese Beharrlichkeit holt Geberit in diesem Jahr zurück auf den zweiten Platz. Wobei sich das Beharren auf eine sehr komfortable Position bezieht, an der Geberit nun schon seit 2011 festhält und sich damit bereits in den vergangenen Jahren den ein oder anderen Podestplatz gesichert hat.

Das Konzept des Geschäftsberichts ist auch im Rückblick wohldurchdacht und in sich schlüssig. Unter dem Slogan «Alle reden davon – Geberit macht’s» wurde damals eine zielgruppengerechte Kommunikation bei der Berichterstattung über den Geschäftsverlauf und die finanziellen Resultate zum Vorhaben ernannt. Dies wurde durch die Aufteilung der Informationen auf vier unterschiedliche Publikationen erreicht. Der vollständige Geschäftsbericht ist als Online-Version konzipiert, in der sich wesentliche Inhalte leicht finden und durch den Leser individuell zusammenstellen lassen. Dies ist noch immer absolut zeitgemäss, und die gewünschten Informationen finden sich leicht – ob auf dem Computer oder dem Mobile. Leser, die sich ein gedrucktes Exemplar wünschen, werden mit einem pdf bedient, das klar auf die Inhalte fokussiert und durch ein sauberes, unaufgeregtes Layout besticht.

Als Druck sind der zusammenfassende Kurzbericht und die Broschüre zu den Facts & Figures verfügbar. Diese Publikationen reichen aus, um ein erstes Informationsbedürfnis zu bedienen. Was hier wie auch in den anderen Publikationen positiv auffällt, ist der Fokus auf wesentliche Informationen, die durch die gewissenhafte sprachliche Ausarbeitung und den Verzicht auf Fülltext leicht verständlich präsentiert werden.

Das wahre Highlight der jährlichen Publikationen ist aber die hochwertige Jahres-Chronik. Das kleine Büchlein im Leineneinband gibt Einblicke in den Geschäftsalltag und die Produktwelt. Die vorgestellten Referenzprojekte wie beispielsweise das Kinderspital in Helsinki, das Schiffsterminal in Barcelona oder der architektonisch interessante Julierturm in Graubünden zeigen, wie vielseitig der Einsatz der Leitungs- und Sanitärsysteme von Geberit ist. Die vielen kleinen Berichte fördern das Verständnis für Geberits Geschäft und somit das Vertrauen ins Unternehmen und lassen die vorhandene Innovationskraft erkennen.

Dass eben diese Innovationskraft im Rahmen der Geschäftsberichterstattung fehlt und man sich auf der starken Position ausruht, war dann auch der wesentliche Kritikpunkt in den Jurydiskussionen. Tatsächlich bietet der Geschäftsbericht 2018 im Bereich des Value Reporting weiterhin gewisse Verbesserungspotenziale wie schon in den Vorjahren genannt. So wird in der Finanzberichterstattung noch immer ein aussagekräftiges Segmentreporting vermisst, und auch die Überleitung zu den bereinigten Ergebnissen könnte nachvollziehbarer dargestellt werden. Kreative Überraschungen sucht man in diesem Jahr zudem vergeblich, wobei in der Online-Version des Geschäftsberichts noch einiges möglich wäre. Dennoch überzeugte die konstant hohe Qualität des Geschäftsberichts die Jury einmal mehr. Gerade dank der Geradlinigkeit und Verlässlichkeit im Konzept kann sich der Leser auf die sorgfältig aufbereiteten Inhalte fokussieren und stösst immer wieder auf spannende Details. Der Geschäftsbericht erfreut seine Leser damit genau so wie eines der gut durchdachten und mit viel Komfort ausgestatten Geberit-Badezimmer und lädt ebenso zum Verweilen ein. Wir sind gespannt, wie sich dieses Konzept in den nächsten Jahren weiterentwickeln wird.

Herzliche Gratulation zum 2. Gesamtrang!